Jakobsweg - via mosana - 2005

Via Mosana

Tag Etappe
16.07.2005 Aachen nach Thimister-Clermont
17.07.2005 Thimister-Clermont nach Liège
23.07.2005 Liège nach Esneux
24.07.2005 Esneux nach Huy
30.07.2005 Huy nach Andenne
31.07.2005 Andenne nach Namur
06.08.2005 Namur nach Rivière
07.08.2005 Riviere nach Dinant
23.08.2005 Dinant nach Hermeton-sur-Meuse
24.08.2005 Hermeton-sur-Meuse nach Hierges (F)
25.08.2005 Hierges (F) nach Oignies-en-Thiérache (B)
26.08.2005 Oignies-en-Thiérache (B) nach Lac des Vieilles Forges (F)
27.08.2005 Lac des Vieilles Forges nach Signy-l'Abbaye
28.08.2005 Signy-l'Abbaye nach Château-Porcien
29.08.2005 Château-Porcien nach Brienne-sur-Aisne
30.08.2005 Brienne-sur-Aisne nach Reims
31.08.2005 Reims nach Aachen

Vorbemerkungen zum Jakobsweg

Da der Jakobsweg nicht irgendeine Trekkingroute, irgendein Fernfanderweg ist, sondern eben der Jakobsweg, denke ich einige Vorbemerkungen sind notwendig, auf die ich ansonsten gerne verzichtet hätte. Wen meine Motivation nicht interessiert, der kann diese Seite getrost überspringen, tiefsinnige Gedanken habe ich hier nicht verewigt.

Kein Grund

Um es gleich vorab zu sagen: ich will den Jakobsweg nicht aus religösen Beweggründen laufen. Da ich mich selbst auch nicht als religiösen Menschen betrachte, wäre das auch widersinnig. Allerdings kann ich mich natürlich nicht davon frei machen, dass es sich um einen Weg handelt, der u.a. einen religiösen Ursprung hat. Und da meine die Tour direkt vor dem Aachener Dom beginnt, fällt es schwer das zu übersehen.

Suche ich also Gott? - Definitiv nein, das ist nicht das Ziel, obwohl ich wahrscheinlich nicht dagegen wehren würde, ihn zu finden. Selbst wenn ich mich selbst nicht mehr als Christ betrachte, so bringe ich der Religion (an sich, nicht nur dem Christentum) sehr viel Respekt entgegen.

Gründe

Was mich allerdings vielmehr antreibt, sind eine Reihe von anderen Motivationsgründen:

Ein Ziel

Ich wandere gerne. Dabei bevorzuge ich Fernwanderung, also von einem Ort zum nächsten. Rundwege, wo man abends wieder ankommt, wo man morgens begonnen hat, reizen mich nicht. Ich habe gerne ein Ziel. Es gibt, diesen schönen Spruch: "der Weg ist das Ziel". Für mich gilt eher: : "das Ziel ist das Ziel". Natürlich laufe ich auch des Laufens wegen, aber ich habe gerne ein Ziel, das ich bis zum Abend erreichen möchte. Alternativ dazu sind Rundwege über viele Tage, wo man von "Ziel zu Ziel" läuft und dann muss mich schon die Natur sehr reizen, damit ich das attraktiv finde, so wie beim North-West-Circuit.

Sportlicher Ehrgeiz - rund 2200 km

Je nach Angaben, die man ließt, sind es von Aachen zwischen 2000 und 2250 km, Umwege wahrscheinlich nicht mit eingerechnet. Ich plane nicht den Weg in einem Jahr zu absolvieren, sondern vielmehr ihn über viele Jahre verteilt zu laufen. Mein geplantes Ankuftsdatum liegt zwischen 2013 und 2017. Anders ausgedrückt, 8-12 Jahre.

In einem Bericht im Internet habe ich von Pilgern gelesen, die rund drei Monate gebraucht haben. Ich rechne also mit 100 Tagen. Mein Plan ist, jedes Jahr ca. 2 Wochen zu erübrigen, dass mach dann in zehn Jahren wären das 140 Tage, von denen ich jedoch An- und Abreisetage abziehen muss, ebenso wie Pausen. Dafür habe ich den ersten Teil des Weges an Wochenenden zurückgelet, soweit die Bahn das zuließ, sprich, solange ich mich noch nicht soweit von Aachen entfernt hatte, dass ich Sonntag nachmittags mit der Bahn nicht mehr zurückkommen konnte.

Was mich ebenfalls reizt, ist, dass ich irgendwann so weit gewandert bin, dass ich sinnvoller Weise mit dem Flugzeug zu meinem Ausgangspunkt hin reise und auch mit dem Flugzeug wieder zurück. Irgendwie reizt mich die Vorstellung, dass ich im Flieger sitzte und mir denken kann: "Boah, das bist du alles schon gelaufen".

Belgien, Frankreich, Spanien

Wirklich bin ich in diesen Ländern noch nicht gewesen und gibt es eine bessere Art ein Land und seine Leute kennen zu lernen, als hindurchzulaufen? Allerdings habe ich zwei große Mankos: ich spreche kein Französich und ebensowenig Spanisch.

Historischer Weg

Zuletzt reizt mich auch die Tatsache, dass es sich um einen Jahrhunderte alten Weg handelt, den vor mir schon viele beschritten haben. Zugegeben in früheren Jahrhunderten, ebenso wie wohl auch heute noch, die meisten aus anderen Beweggründen. Trotzdem: es hat was, im wahrsten Sinne des Wortes, auf den Spuren der Vergangenheit zu wandeln.

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