Abschied und Heimreise

17. Tag - 31.08.2005 von Reims nach Aachen

Am nächsten Morgen stand ich wirklich pünktlich auf, nur aus dem Frühstück wurde nichts: die Franzmänner haben’s nicht mit dem selbigen und vor 10 Uhr scheinbar schon mal gar nicht. Auf unsere Nachfrage wurden wir angeguckt, als hätten wir gefragt, ob das hier der Rote Platz wäre. Es war offensichtlich, dass der Kellner die Idee in einem Cafe um diese Uhrzeit etwas essen zu wollen für völlig absurd hielt. Wir beließen es also bei einem Kaffee. Danach ließen wir uns erklären, wo die Kathedrale war. Es stellte sich heraus, dass sie sozusagen gleich um die Ecke stand. Nach einer kurzen Besichtigung ließen wir uns unsere Pilgerpässe stempeln und gingen zurück zum Hotel. Wo wir uns verabschiedeten. Hans zog mit seinem Rucksack los und ich versuchte weiterhin ein Frühstück zu jagen. In der Hoffnung wenigstens eine Bäckerei zu finden zog ich los und fand auch einen Laden mit belegten Sandwiches. Dort traf ich Hans erneut wieder, er hatte wohl die gleiche Idee gehabt. Diesmal war die Trennung jedoch dann endgültig (für dieses Jahr).

Nach dem Frühstück machte ich mich auf die Suche nach dem Bahnhof. Den Straßenschildern folgend, zirkelte ich ihn systematisch ein bis ich ihn fand. Innen wurde gerade renoviert und es dauerte, bis ich begriff, dass die Container draußen, die Schalter beherbergten. Eigentlich hätte ich es ahnen müssen, als ich vor dem Bahnhof ein Schild mit den Partnerstädten gesehen hatte: Aix-la-Chapelle gehörte auch dazu und hier ist es aktuell schließlich genauso. Ich versuchte der freundlichen Dame am Schalter klar zu machen, dass ich eine Bahncard inkl. Railplus hätte und jetzt Prozente erwarten würde. Sie verstand mich und telefonierte anschließend mit jedem Bahnangestellten in Frankreichs. Ca. eine halbe Stunde später kam heraus, dass man die Prozente nur bekommt, wenn man die Karte auch in Deutschland kauft. Klasse Bahn, was eine sch... Idee!

Da es mittlerweile Nachmittag war entschied ich den Frust erstmal runter zu spülen. Das machte ich wirklich International indem ich alle Länder meines Urlaubs zusammenbrachte: ich (Deutscher) trank mir in einem Pub (irisch) ein Kirschbier (belgisch) und das in der Fußgängerzone von Reims (französisch).

Der Rest ist im Grunde nicht mehr erwähnenswert, außer dass ich in Paris auf dem Bahnsteig direkt gegenüber vom Orientexpress ausgestiegen bin und gleich wieder Fernfeh bekam. Dabei war ich noch nicht mal zu Hause angekommen.

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