Übersicht: Neuseelandtour 2005

Etappen
Etappe Kurzbeschreibung
Vorbereitung "Training" in der nahen Eifel
Ankunft in Neuseeland Die ersten Tage in Neuseeland
Stewart Island Überfahrt nach und erster Eindruck von Stewart Island
1. Tag nach Bungaree Als ich noch dachte: "das ist ja einfach"
2. Tag nach Christmas Village Wo der Weihnachtsmann die "warme" Jahreszeit verbringt
3. Tag zum Yankee River Die Hütte mit dem wohl schönsten Blick aus dem Garten
4. Tag zur Long Harry Hut Wer war eigentlich dieser Lange Harry
5. Tag zum Ritz Unsere kleine Gruppe versammelt sich vollständig im Ritz
6. Tag zum Hellfire Pass Die höchste Übernachtung mit einigen Missverständnissen
7. Etappe zur Mason Bay Ich will nicht mehr, aber der Stand ist geil
8. Etappe nach Freshwater Landing Die einfachste Stecke unter größten Schmerzen

Warum zur Hölle eigentlich Stewart Island?

Mich hatten die Informationen, die ich über diese Insel und insbesondere über den NWC gefunden hatte gereizt: ca. 400 Einwohner, alle in Oban, keine 30km Straßennetz, rund 200km Wanderwege, 760km Küstenlinie und arktischer Regenwald - Gott muss an Leute wie mich gedacht haben, als er diesen Fleck auf der Welt erschuf.

Zudem hab ich einige Berichte über einen Trekking-Pfad dort gelesen, eben jenem North-West-Circuit: ca 120km lang, Dauer 8-12 Tage, man wandert von Hütte zu Hütte um die Nordspitze der Insel. In den Trailbeschreibungen tauchen die Worte „Mud”, „up” und „down” häufig auf, besonders beliebt sind Formulierungen wie „up, down, up, down, mud, mud, mud...”. Irrtümlich nahm ich an, es gehen entweder hoch oder runter oder durch den Schlamm. Naja, dazu später mehr. Zudem hielt ich das alles für etwas übertrieben und leicht angeberisch, bei 10 Tagen und 120km macht das 8-16km pro Tag, lächerlich, wie ich dachte, zumal die Höhenunterschiede nicht dramatisch sind, der höchste Punkt meiner Wanderung war 399m hoch, aber auch dazu demnächst mehr.

Wie sich herausstelle, hatte ich eine gute Wahl getroffen, denn ich hatte durch meinen Chef und das Internet einiges in Erfahrung bringen können, über dieses Land, von dem ich bis dahin nicht viel mehr wusste, als dass es auf der Weltkugel uns so ziemlich gegenüber liegt. Erstens: im Januar haben die Neuseeländer Hochsaison, da ist dann nämlich Sommer. Nicht wirklich überraschend, deswegen flog ich ja hin. Aber dass die dann auch Schulferien haben, auf die Idee bin ich nicht gekommen. Zweitens: „Tramping”, wie sie Trekking nennen, ist dort kein Volksport sondern Massenhysterie. Drittens: die bekannten Wege, wie den Milford-Trail, muss man vorher reservieren, der nächste freie Termin wäre im März oder April gewesen. Für den NWC gilt das nicht, wie noch etwas anderes für Stewart Island nicht gilt, das für die restlichen Walks in Neuseeland Standard ist: sie sind gut ausgebaut. Auf dieser Insel rühmt man sich, die Wege möglichst natürlich zu belassen, insbesondere den NWC und den SWC (South-West-Circuit). Der Raikura Walk gehört zu den „Great Walks” und ist somit durchgängig befestigt oder auch so gut zu begehen.


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